In den Dolomiten

Es war eine tolle Etappe von der Kreuzwiesenalm / Lüsener Alm zu den Dolomiten. Gestern hatten wir den ersten Blick auf die Dolomiten, heute schlafe ich die erste Nacht in ihnen, auf der Schlüter Hütte. Der Weg war recht lang und schweißtreibend, aber wunderschön. Er führte plus /minus 100 Hm um die Baumgrenze oft durch Zirbenwälder und Alpenwiesen mit ihrem besonderen Duft. Die Ausblicke sind atemberaubend, besonders wenn man in einer Höhe von 2.000 m und mehr unterwegs ist. Das Wetter könnte besser nicht sein, die Sonne scheint viel und die Fernsicht ist gut. So soll es such die nächsten Tage bleiben. Morgen nehme ich mir einen Tag Wanderauszeit und lass die Seele im tollen Alpenambiente baumeln. Mittlerweile habe ich Etappe 14 von 29 vollendet und habe somit auch von den Etappen her Halbzeit. Wenn ich jetzt nicht einen Gang raus nehme, dann bin ich knapp 3 Wochen zu früh in Venedig. Mir war aber wichtig so schnell wie möglich die Hälfte zu schaffen um die verbleibende Zeit aus vollen Zügen genießen zu können. Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet



Kräuterwiesenalm Hütte – Blick auf die Dolomiten

Nun habe ich weitere zwei Karten durchwandert, jetzt sind es vier. Von der Kräuterwiesenalm hatten wir die ersten Blicke auf die Dolomiten. In Pfunders waren wir 10 München-Venedig Wanderer. Für diese Tour haben 9 den Bus für die erste Teiletappe, etwa 11 km, genommen. Ich war der einzige, der zu Fuß gegangen ist. Schließlich will ich zu Fuß über die Alpen. Auch ein noch so kleines Stückchen mit Bus, Auto, Bahn, Lift oder sonstiges würde für mich einen Schatten auf meinen Weg über die Alpen werfen. Ich will unbedingt die gesamte Strecke zu Fuß erleben. Von den Höhenmetern habe ich jetzt knapp mehr als die Hälfte der gesamten Tour absolviert. Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen. Bis auf meine rechte Ferse, die ich noch täglich verbinden muss, geht es mir bestens. Leider spüre ich die Ferse bei nahezu jedem Schritt,  aber es wird von Tag zu Tag besser. Mein Körper hat sich an die starke Belastung prima gewöhnt. Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet

Etappe 12: von Stein nach Pfunders

Es war eine anstrengende Etappe. Wir sind zu viert gestartet und auch angekommen. Zunächst ging es von Stein auf Höhe 1550 m auf das Gliederschartl auf 2644 m. Das war ein steiler und kräftezehrrnder Anstieg. Auf der Scharte selbst stand man höher als so mancher Gletscher wie die des Hochpfeilers, was grandios aussah. Auch das Tal, von dem aufstiegen, war weit unter der Scharte zu sehen. Es ist wirklich beeindruckend, was wir zu Fuß schaffen können. Dann ging es 1.500 Hm bergab, vorbei an Almen, in einer Almwirtschaft auf 2.300 m Höhe kehrten wir ein und tranken Holundersaft uns aßen frischen Ziegenkäse mit selbstgebackem Brot. Herrlich. Auf dem Abstieg konnten wir auch din Ziegen sehen. Sie hätten einer “Heidi”-Folge entsprungen sein können. Ich Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet


In Italien angekommen

Heute um 12:55 Uhr habe ich die österreichische – italienische Grenze überschritten. Ein wunderbares Gefühl, ich habe alles zu Fuss seit München zurückgelegt. Durch Täler, über Hochalpen bis hier hin. Derzeit habe ich ein technisches Problem. Meine Kamera besitzt ein WiFi Modul und über eine App können Bilder auf das Smartphone übertragen werden. Nun ist das erste Paar Speicherkarten recht voll und die App verliert häufig die Verbindung zur Kamera. Um Bilder anzuhängen, habe ich nun einige zusätzlich mit dem Smartphone gemacht. Schade, daß Nikon die App noch nicht ausgereift hat. Das Bild mit dem See (Schlegeissee) ist von der Terrasse der Olpener Hütte aus aufgenommenen. Bei diesem Ausblick musste ein Apfelstrudel mit Vanillesauce dran glauben. Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet



Itslien

Es ist ein tolles Gefühl: ich habe Österreich durchschritten und bin nun in Italien – Süd Tirol:-) Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet

Olpener Hütte

Ich habe hier wider erwarten Netz, das muss ich nutzen. Gestern habe ich auf der Tuxer Joch Hütte übernachtet und heute morgen zur Olpener Hütte aufgebrochen. Hierzu musste die Friesenbergscharte überschritten werden. Sie liegt in einer Höhe von 2912 m und geht auf der Südseite steil ab. Diese Scharte gilt als die technisch schwierigste Stelle in dem ganzen Trail München Venedig. Ich hatte im Vorfeld ehrlich gesagt schon ein bisschen Sorge. Aber der Abstieg, der als so schwierig beschrieben wurde, stellte sich Gottseidank als unproblematisch heraus. An den meisten schwierigen Stellen waren Stahlseile angebracht, die sehr beruhigten. Der Weg zur Hütte zog sich hin. Im hochalpinen Bereich sind die Wege oft sehr steinig, führen durch Bäche, über Steinplatte, Schnee- und Steinfelder undsoweiter. Phaszinierend sind die Ausblicke. Es ist unbeschreiblich hier die Gletscherwelt zu sehen. Es gibt hier viele Murmeltiere. Habe auch ein paar Aufnahmen machen können, aber da muss ich die Tiere noch auf dem PC ausschneiden. Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet

Nächste Etappen

Kurze Zwischenbilanz: ich habe bisher 192 km zu Fuss zurückgelegt. Dies ist etwa ein Drittel der Gesamtstrecke nach Venedig. Morgen geht es zum Tuxer Joch Haus und übermorgen zur Olpener Hütte. Wenn es klappt bin ich dann Mittwoch in Italien. Vermutlich habe ich bis Mittwoch kein Handy Netz und werde erst dann wieder etwas posten können. Bis dahin verabschiede ich mich ins Funkloch.

Lizumer Hütte

Mit dem bloggen komme ich kaum noch hinterher, deshalb fasse ich die letzten Tage einmal zusammen.

Aktuell bin ich auf der Lizumer Hütte auf 2019 m.ü.NN und lege einen Pausentag ein. Nach der Hallenanger Alm sind wir ins Inntal nach Wattens, etwa 25 km von Innsbruck entfernt, gewandert. Wattens ist übrigens die Gründungsstadt von Swarowski.

Thomas fuhr von dort wieder nach Köln und nahm einige Dinge mit, die ich zu selten brauche. Auch die mittlerweile durchwanderten Karten nahm er mit. Meine Bordapotheke konnte ich dort auch befüllen und stieg auf zur Lizumer Hütte. Von 571 m auf 2019 m.

Die letzten 200 Hm sind richtig schwer gefallen, aber ich bin gut angekommen. Der Weg führte über alte Waldwege, teilweise leider Straße und den wunderbaren “Zirbenweg” schließlich hoch zur Hütte. Der Wanderweg im Anhang ist Teil des Zirbenwegs in 1800 m Höhe.

Es ist faszinierend, überall fließt Wasser. Selbst auf der Strecke an der Straße entlang stürzten sich alle paar hundert Meter kleine oder größere Bäche die Hänge herunter. Mittlerweile musste ich feststellen, dass man in GPS die Höhe zwar korrekt mist, aber bei der Summenbildung der Höhen, gerade bei großen Steigungen, jämmerlich versagt. Schade.
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Etappe Karwendelhaus über Birkarspitze zum Hallerangerhaus

Wow! Das war eine Tour.

Wir hatten uns zu sechst zusammengefunden, um diese Tour zu begehen. Martina, eine erfahrene Alpinistin, ging voran. Hier kurz die Eckdaten:

Start: 08:00 Uhr
Ankunft: 18:00 Uhr
Hm: hoch etwa 1500 m, runter ca. 1400 m.

Bei der Distanzberechnung scheint das GPS die Höhe nicht miteinzukalkulieren, deshalb ist die Distanz nicht die tatsächlich gelaufene Sttecke. Dies konnte ich mehrfach testen. Vielleicht ist es auch nur eine Einstellungssache, kann aber keine Option zur Einbeziehung der Höhe finden. Vielleicht habt Ihr einen Tipp, mein GPS ist ein Garmin GPSmap 60CSx. Als Distanz hat es 16 km ausgewiesen. Die Tour war klasse, herausfordernd, ich war mehr als einmal am physischen und mentalen Limit. Ich habe es genossen. So fühlt sich Leben an, Wow!

Zunächst ging es über schroffen, steilen Fels in dem Stahlseile befestigt waren. Diese brauchte man auch tätsächlich an etlichen Stellen um hochzukommen. Danach ging es über unangenehm rutschigen Schotter und ab und an über kleine Schneefelder. Den Aufstieg mit knapp 1000 Hm haben wir ohne nennenswerte Pause am Stück absolviert. Auf der Scharte angekommen in etwa 2650 m, das Wetter war neblig und grau, es gab leichte Graupelschauer und es war kalt – ich hatte mir Handschuhe angezogen – ging es auf der Südseite nach unten. Von oben sah es verdammt steil aus und es war doppelt verdammt steil. Es ging über zum Teil blanken Fels, in dem wieder Sicherungsstahlseile befestigt waren, die alle gebraucht wurden, langsam talwärts.

Mit meiner Tochter war ich in den letzten Monaten ein paar mal in einer Kletterhalle. Nicht für mich zur Vorbereitung, sondern weil sie klettern lernen wollte und ich das mal vor Jahren gemacht hatte. Dieses Auffrischungstraining konnte ich tatsächlich hier auf der Birkarspitze gut gebrauchen und an einigen Stellen eher Felsenklettern. Aber in wirklich harmlosen Situationen. Es ist halt ein Riesenunterschied vom Hallensportklettern zum Berg. Auch hatte ich knapp 17 kg Gepäck auf dem Rücken, was die Sache nicht vereinfachte.

Es ging weiter runter wieder durch rutschigen Schotter, Meter um Meter. Es mussten wieder mehrere Schneefelder gequert werden, auch ein wirklich großes. Das hat richtig Spaß gemacht. Danach folgten wieder schier endlose Schotterhänge. Es war sehr anstrengend so auf eine Höhe von 1200 m zu kommen. Ich war richtig entkräftet. Vom Tal aus ging es aber wieder 500 Hm auf 1750 m.ü.NN. Über einen einfachen aber steilen Weg. So anstrengend die Tour auch war, sie war wunderbar. Vor allem der unglaubliche Kontrast von der unwirtlichen, kalten Welt “da oben” wenn es dann wieder talwärts geht und die Vegetation langsam einsetzt, mit wunderbaren blühenden Alpenblumen, Sträuchern und später auch Bäumen.

Vielleicht noch einen Hinweis zu Höhenmetern. Eine normale Treppe hat einen Stufenabstand von ca. 20 cm. Für eine Höhenmeter muss man dann etwa 5 Stufen steigen. 1500 Hm bedeuten, dass etwa 7.500 Treppenstufen hoch und wieder heruntergegangen werden.

Bilder zur Etappe Vorderriß zum Karwendelhaus

Ich bin wieder in der “Zivilisation” und habe Netz und sitze in einer Pension in Wattens (Geburtsstätte der Firma Swarowski) an der Inn, etwa 30 km von Innsbruck entfernt. Ein Zimmer, eine Dusche, ganz für mich allein, das ist nach vier Nächten in Bettenlagern auf Hütten der pure Luxus. Aber hier die versprochenen Bilder. Da wir ab mittags Dauerregen hatten, war die Bildausbeute leider nicht so hoch. Die drei jungen Rinder sind uns bestimmt einen Kilometer auf der Alm vor dem Karwendelhaus neugierig nachgelaufen. Zu dem Bild des Karwendelhauses mit dem roten Kreis auf der Veranda ist noch eine Erklärung notwendig. Im roten Kreis gibt es unter günstigen Bedingungen Handy-Netz. Das funktionierte tatsächlich.
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