Tag 7: Von Vorderriß zum Karwendelhaus

In 10 min ist hier Zapfenstreich, deshalb nur rasch eine Nachricht.

Die Wanderung dauerte lange, von 09:20 bis 19:30. Insgesamt ca. 1700 Hm hoch und 700 Hm runter. Etwa 38 km. Heute Morgen haben wir die Grenze nach Österreich passiert. Ab 12 hat es bis zum Abend geregnet. Die Temperaturen waren kühler als die letzten Tage. Gestern waren es 36 Grad, wie ich hörte.

Der Regen tauchte die Bergwelt in ein mystisches Flair mit Nebeln. Auch konnten wir bestimmt ein halbes Dutzend Salamander sehen. Wir sind an einer Stelle falsch abgebogen und in eine Klamm gegangen. Nach Karte sollte ein Weg weiter führen, aber durch Erdrutsche war die gesamte Flusssbreite mit unserem Weg abgerutscht. Also mussten wir wieder zurück bis zur Abzweigung. Hat etwa 1 Stunde gekostet, würde aber völlig wett gemacht durch grandiose Ausblicke in die Klamm.

Ich schaffe es leider nicht Bilder jetzt anzuhängen, aber sie folgen. Meiner Ferse geht es deutlich besser, muss sie aber nach wie vor verbinden, kann aber wieder normal gehen.
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Vorderriss – 1. Karte durchwandert

Im Moment liege ich im Sammellager in Vorderriss (hat um die 5 Häuser). Deshalb nur ein kurzes Update. In Jachenau habe ich Thomas, meinen nun Exkollegen, getroffen und wir sind von dort gemeinsam nach Vorderriß gewandert. Es war schwül-heiß, was mir zu schaffen gemacht hat. Die Strecke war insgesamt nicht so lang, aber es gab Höhenmeter satt. Knapp 1100 hoch und 1500 runter. Die Strecke war die meiste Zeit unspektakulär, aber es gibt immer wieder Kleinigkeiten, die wunderbare sind. Ich hänge nur rasch noch ein paar Bilder an und schließe für heute. Im Moment (22:30 Uhr) gewittert es wieder sehr.
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Tutzinger Hütte

Gestern hatte ich ja eine Notnacht in der Kirchsteinhütte verbracht. Das war wirklich urig. Abends hörte man das Läuten von Kuhglocken, doch irgendwann war es still. Wirklich still. Nachts gab es ein Gewitter, sehr beeindruckend in den Bergen. Nachdem ich das ganzes Arsenal an medizinischen Möglichkeiten der Bordapotheke auf meine Verse gefeuert hatte, konnte ich gehen, langsam, aber es ging. Vielen Dank für Eure wertvollen Tips! Nun zu den Daten:

Start: 09:00 Uhr – N47G40.800M E011G30.492M
Ankunft Tutzinger Hütte: 15:30 Uhr – N47G39.454M E011G27.743M
Distanz: 7.24 km
Hm: hoch 839 – runter 605 – aktuelle Höhe 1328m

Im dichten Wald hat das GPS mehrfach den Satellitenkontakt verloren, von daher scheint die Distanz zu gering für die Zeit, die ich unterwegs war. Ich bin dem Rat meiner Wirtsleute gefolgt und habe den vermeintlich kürzeren Weg genommen. Alternativ wäre ich den gestrigen Weg bis zur Kreuzung zur Tutzinger Hütte zurückgegangen und wäre dann etwa 400 Hm aufgestiegen. Nun habe ich mehr als das doppelte an Hm zurückgelegt, habe Bäche gequert, bin steile und anspruchsvolle Steigungen gelaufen, bin weggerutscht:aber jeder Schritt hat sich gelohnt!! Es war bisher mit Abstand die schönste Etappe, es war wie in einem Naturfilm. Kleine Salamander sonnten sich auf dem Weg, hatten keine Angst, beäugten mich nur kritisch und ließen mich weiterschreiten.

Der Weg führte entlang eines Baches der immer wieder kleine Wasserfallkaskaden und Stromschnellen hatte. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Und etwa eine halbe Stunde vor der Ankunft habe ich einen Steinbock gesehen. Er stand auf einem Felsvorsprung und schaute in meine Richtung. Er ließ sich nicht stören, auch als ich näher kam und er schubberte seinen Rücken mit den Hörnern. Er stand da, stolz und erhaben. Die Natur ist toll!! Wir leben in einer wunderbaren Welt!

Ich werde morgen doch keinen Ruhetag einlegen und treffe mich mit Thomas in Jachenau auf halben Weg nach Vorderriß, zwischen 11 und 12 Uhr an der Kirche. In Vorderriß gibt es kein Handyempfang, deshalb werde ich morgen wohl nichts bloggen können. Es sei denn, ich kann irgendwo einen PC benutzen:-).
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Auf den Hüttn – Teil 2

Ich war vorhin so mit mir selbst beschäftigt, dass das Naturerlebnis hinten runter gefallen ist. Jetzt mal rasch zunächst die technischen Daten. Positionsdaten empfange ich im Moment leider nicht.

Startzeit: 05:55 Uhr,
Ankunftszeit: 14:15 Uhr,
Distanz: 18.22 km,
Durchschnitt in Bewegung: 4.1 km/h,
Zeit in Bewegung: 04:29,
Höhe: 1005 m.

Es war schon imposant auf die Berge aus dem Isartal heraus zuzuwandern. Die Berge mit ihren Almen lagen vor mir wie aus dem Bilderbuch. Ich könnte mich daran gar nicht sattsehen. Als ich gerade im Aufstieg war, hielt ein Jeep neben mir und fragte, ob er mich zur Tutzinger Hütte mitnehmen könne. Es gibt Wirtschaftswege, die bis zur Hütte führen. Ich habe mich freundlich bedankt und das Angebot abgelehnt. Ich möchte es aus eigener Kraft schaffen, mit Widrigkeiten selbst klar kommen. Ich werde noch einige Passagen haben, an denen Zähigkeit notwendig ist.
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Auf den Hüttn

Tja, den Hüttentag hatte mir ganz anders vorgestellt. Gestern Abend war ich in Bad Tölz Altstadt, da dort ein Nachttrödelmarkt stattfand und es live Musik gab. Meine Pension lag etwa 2 km entfernt von der Altstadt. Meine Blase am rechten Fuss machte keine Mucken und so ging ich davon aus, dass der Fuß jetzt unter Blasenpflasterobhut abheilt. Weit gefehlt. Schon der erste Schritt brannte wie Feuer. Nach 1.5 km ließ der Schmerz nach dem und ich dachte, so geht’s. Nach 2 h hatte ich solche Schmerzen, dass ich drauf und dran war einen Arzt aufzusuchen. Sonntags um 8 Uhr gab’s aber keinen. Ich habe den Fuß getaped und mit polsternden Mullbinden umwickelt. Dann ging es besser und ich bin bei  schönen Wetter die Bergetappe gelaufen. Nach weiteren 1.5 h waren die Schmerzen wiederum unerträglich. Nach einer langen Rast und Beratungen mit anderen Wanderern habe ich mich entschlossen, für heute Abstand von der Tutzinger Hütte zu nehmen und in der Kirchsteinhütte zu übernachten. Ich bin hier der einzige Gast. Ich konnte meinen Fuß mit allem was meine Bordapotheke so hergab verarzten. Auf meiner Liste für Dinge, um die ich mich seit Jahren herumdrücke, habe ich jetzt einen Erste-Hilfe-Kurs nach vorne gestellt ;-).  Ich habe eben noch ein Abendbrot bekommen ;-). Jetzt muss ich einmal schauen, ob und wo ich Thomas morgen treffen. Ich könnte mir vorstellen, dass ich morgen die knapp 2 h zur Tutzinger Hütte zurücklege und dort auf ihn warte. Dann kann mein Fuss viel besser austeilen. Thomas wird mich bis Sonntag begleiten.
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Etappe 2: nach Bad Tölz

Ich bin angekommen.
Bin auch wieder geschafft, aber bei weitem nicht so wie gestern. Zunächst die “technischen Daten “:

Pos Start: Wolfratshausen, N 48G08.231M E 011G34.535M
Pos Ankunft: Bad Tölz, N 47G45.606M E 011G32.693M
Distanz: 28.8 km
Hm; hoch 486 runter, 401
Schnitt in Bewegung :4.8 km/h
Start Uhrzeit: 07:20 Uhr
Ankunftszeit: 16:25 Uhr

Es ist heiss hier. Die Wettervorhersage zeigte 32 Grad, hier im Gasthaus zeigt das Außentermometer 38 Grad. Insgesamt habe ich 4 l Wasser unterwegs getrunken und sitze im Gasthaus bei einem kühlen Hefeweizen (natürlich nur wegen der Isotonischen Wirkung). Mit meinem Wasserfilter könnte ich mit Isarwasser meine Vorräte auffüllen. Es gibt nichts Schöneres als eine lauwarme Dusche nach der Ankunft. Die Tour hat trotz der Hitze viel Freude gemacht: wandern durch duftende Wälder, immer wieder Isarblicke mit ihrem türkisfarbenen Wasser, Füße kühlen, Wiesen im Sonnenschein aus denen es nur so zirpt, sonnenbeschienene Waldwege, Eichhörnchen, und so weiter. Morgen geht’s zur Tutzinger Hütte, nach Führer sind es 18 km bei 1000 Hm. Es kann sein, dass ich auf der Hütte kein Netz habe. Ich bin also nicht gleich verschollen, wenn ich morgen nichts Posten sollte. Das wird ab jetzt immer wieder geschehen können.
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Etappe 1

ICH BIN UNTERWEGS – DER ABSPRUNG IST GESCHAFFT!

Zunächst ein paar “technische” Daten: Startpunkt war der Marienplatz in München, Startzeit 5 Uhr. Ankunft in Wolfratshausen 15 Uhr. Strecke 35 km. Höhenmeter aufwärts: 388 m, abwärts 334 m. Wider der Wettervorhersagen war es heute bedeckt. Am späten Vormittag war südlich von meiner Position lauter Donner zu hören. Durch die Baumkronen war zu sehen, dass die Wolken ebenfalls südlich zogen, somit war ich nicht regengefährdet :-). Später war der Boden wegen der Regenfälle stellenweise aufgeweicht. Das Isartal ist schon schön.

Die Wanderung war für meinen ersten Tag ein bisschen (zu) lang, aber das Ankommen ist einfach klasse. Ich habe auch etwas von unterwegs mitgebracht: eine Blase und eine leichte Muskelentzündung an der linken Schulter. In der Apotheke hier habe ich eine Sportsalbe kaufen können und nicht zuletzt Dank meiner Exkollegen habe ich durch das Abschiedsgeschenk ausreichend Blasenpflaster. Morgen wird auch wieder ein langer Tag mit 26 km, mal schauen, wie es “so läuft” (Wortwitz:-)).
Das angehängte Bild entstand bei km 28.

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Tag 1: München

Nach einigen Irrungen, Verspätungen und Wirrungen bin ich gut mit der DB in München angekommen. Hier ist es nicht ganz so heiß wie im Rheinland, aber noch so, dass einen eine Trägheit überkommt. Morgen soll es auch hier heisser werden, also werde ich tatsächlich früh los müssen. Basta Nachtleben und früh ins Bett. Den Nachmittag habe ich noch zum scouting (auskundschaften klingt irgendwie verstaubt) genutzt und war auf dem Marienplatz. Die angehängten Fotos zeigen einige Impressionen. Die Bilder sind völlig unbearbeitet, seht mir dies bitte nach. Unterwegs habe ich ja keinerlei Equipment hierzu. Heute Morgen habe ich meinen Rucksack mit Kamera gewogen: 16,9 kg, obwohl ich gestern noch ein ganzes Kilo aussortiert hatte. Im Gewicht ist Proviant wie Wasser enthalten. Mal schauen, wie sich das morgen auf der 32 km Etappe nach Wolfratshausen anfühlt.
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Startpunkt München Marienplatz

Hitzewelle

Puh! Nach dem kalten Start in den SommWetter_Freitager kommt nun – für mich nicht gerade zur idealen Zeit – eine Hitzewelle. Morgen fahre ich nach München und Freitag marschiere ich los in Richtung Wolfratshausen (habe übrigens auch dort bereits  ein Zimmer reserviert). Nun wird bei meinem Start die Sonne lachen, was ja grundsätzlich toll ist. Allerdings sind Temperaturen bis 34 Grad nicht gerade ideal für körperliche Aktivitäten. Ich werde wohl nicht darum herumkommen frühmorgens zu starten. Wenn die Prognosen so bleiben, werde ich mir den Wecker auf 4 Uhr stellen und schauen, das ich um halb fünf auf der Piste bin. Die Etappe nach Wolfratshausen beträgt etwa 32 km. Bei meinen Trainingsrunden hatte ich mit Rucksack eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,4 km/h, auch über mehrere Stunden hinweg. Nun muss ich Ermüdung über diese lange Strecke und die Hitze einkalkulieren und gehe mal von 4,5 km/h aus. Dies führt zu einer reinen Gehzeit von knapp über 7 h. Ich rechne einmal großzügig mit 1,5 h Pausen, so werde ich etwa 9 h unterwegs sein und müsste gegen halb zwei in Wolfratshausen ankommen. So der Plan.

Yoga für Unterwegs…

DSC_1993Meine Yoga-Trainerin Stefie (Stefanie Wallace) hat mir noch einige Übungen für Unterwegs zugeschickt. Vor einem dreiviertel Jahr habe ich mit Yoga begonnen und es ist unglaublich, was dies bei mir bewirkt hat. Verspannungen, gerade im Rücken, lösen sich sehr schnell, das Körpergefühl wird besser et cetera. Während der Wanderung wird neben dem Gehapparat die Rückenpartie wegen des Rucksacks belastet. Da sind Stefies Übungen ideal um den Rücken wieder “geradezurücken”. Nach den Yoga-Übungen fühle ich mich wie nach einer Massage.

Liebe Stefie, ganz herzlichen Dank!