Segeln

Wir waren über DSC_1328den Himmelsfahrtstag und den Freitag als Brückentag in Holland segeln. Gestartet sind wir in Enkhuizen am Ijsselmeer mit dem Ziel Texel. Am Donnerstag fuhren wir zum Schiff, waren wegen diverser Staus ziemlich entnervt und recht spät da und blieben die erste Nacht in Enkhuizen. Am Freitag mit 4-5 Windstärken aus Nord-Nordost, unbeständige Windrichtung (bis +/- 30 Grad schwankend) und böig bis Windstärke 6 kreuzten wir bei 8 Grad Lufttemperatur (über Windchill-Faktor gefühlt auf der Haut knapp über 0 Grad) in Richtung Schleuse Den Oever.

Nach etlicDSC_1341hen Stunden echter Arbeit wegen des unbeständigen Windes waren wir in Den Oever und völlig durchgefroren. Wir entschlossen uns die Nacht dort zu bleiben und nicht mehr raus auf die Nordsee in Richtung Texel zu segeln. Der Wind hatte inzwischen zugenommen. Ich hatte die letzten Monate viele Wanderungen verschiedener Schwierigkeitsgrade unternommen und hatte nie Muskelkater. Aber jetzt, nach Stunden kreuzend bei den unsteten Winden hatte ich einen in den Oberschenkeln :-). Segeln ist doch Sport! Auch ist es ein excellentes Mentaltraining. Ist man einmal unterwegs, kann man nicht aussteigen. Man muss ankommen. Abends beruhigte sich der Wind. Am Samstag Morgen war es deutlich wDSC_1361ärmer, aber es regnete, wir hatten keine Lust nun bei mittlerweile 6 Windstärken aus Nord auf der Nordsee zu kreuzen, zumal wir vielleicht den Nachmittag auf Texel hätten verbringen können und am frühen Sonntag Morgen wieder den ganzen Weg zurück nach Enkhuizen hätten segeln müssen. So sind wir mit raumen Wind nach Medemblick gesegelt, übernachteten und sind von dort am Sonntag über einen kurzen Abstecher nach Andijk zurück nach Enkhuizen gesegelt. Wir hatten Starkwind aber einen raumen Kurs, es war herrlich.

DSC_1379Wir haben an Land viel gelesen, sind viel spazieren gegangen, alles in allem ein sehr erholsames langes Wochenende. Die zurückgelegte Strecke betrug etwa 44 sm (ca. 81 km). Segeln ist toll! Für mich ist es faszinierend die Natur auf einem Segelboot so ursprünglich zu erleben. Man kann nicht gegen, nur mit der Natur. Diese Regel ist so klar, so selbstverständlich auf einem Schiff. Wir vergessen dies zu oft im Alltag. Ich werde sie auf jeden Fall in den Alpen beherzigen. Über Pfingsten planen wir den nächsten Törn, wahrscheinlich der letzte vor meiner Alpenüberquerung.

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