Tarp Poncho

In den Alpen möchte ich gerne die Möglichkeit haben nach Bedarf auch ohne Hütte zu übernachten. Es kann sein, dass ein Platz einfach zu schön ist  um weiterzugehen, es kann aber auch das Wetter umschlagen, Nebel aufziehen oder sich empfindlich abkühlen, oder … oder … oder. Jedenfalls möchte ich auf eine Nacht draußen vorbereitet sein.

Mein Poncho konDSC_1892nte ich schon mehrfach während es regnete testen. Einzig hatte ich Probleme bei viel Wind das Poncho über mich und den Rucksack zu bekommen. Ansonsten ist es tipp-topp, regen- und windfest, leicht (etwa 340g) und hat ein kleines Packmaß.

Nun ist das Poncho so geschnitten, dass es auch als Tarp genutzt werden kann. Es hat an den vier Ecken und jeweils in der Mitte der Kanten stabile Gewebeschlaufen DSC_1897und kann leicht mit Seilen befestigt werden. Als Stangen kommen die Wanderstöcke zum Einsatz. Der Aufbau ging schnell und selbst unsere Katze fühlte  sich unter dem Tarp wohl.

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Hier einmal ein Bild mit den für den Aufbau notwendigen Utensilien. Zunächst das Tarp-Poncho, dann die Wanderstöcke, 6 Heringe (89 g) und 3 etwa jeweils 3 m lange Leinen (30 g). Die Leinen und Heringe nehme ich nur für den Aufbau des Tarps mit, dies sind knapp 120 g für die Möglichkeit mir einen Shelter zu bauen. Dies kann bei schlechtem Wetter schon sehr hilfreich sein.

Heute habe ich mir ein Bivy-Bag (ca. 570 g) und einen Daunenschlafsack (ca. 320 g) bestellt, nachdem ich sehr lange hin und herüberlegt habe. Zunächst wollte ich Gewicht sparen und dachte daran, nur in Hütten zu schlafen und mein Gepäck auf ein Minimum zu reduzieren. Die Schlafsäcke, die bis auf etwa 0 Grad herunter isolieren, sind einfach zu schwer. Dann kam die Idee der Zwiebeltechnik auch für das Schlaf-Equipment auf: Das Bivy-Bag (Expeed) verschafft mir einen Temperaturdifferenz von etwa 7 Grad. Das heißt, sollte es beispielsweise 0 Grad kalt werden, dann habe ich im Bivy Bag etwa 7 Grad. Es reicht also ein leichterer Schlafsack. Hier habe ich mich für den Yeti Passion One entschieden, er hat den Temperaturbereich 14/12/-1 Grad. Die -1 Grad ist die Temperatur, an der gerade noch keine Erfrierungen auftreten. Die 12 Grad sind für mich interessant. Mit dem Bivy-Bag können Temperaturen von 5 Grad in T-Shirt und kurzer Hose abgewettert werden. Mit Fleece-Pulli, langer Unterhose und evtl. langer Hose müssten so locker Temperaturen bis 0 Grad komfortabel zu überstehen sein. Dafür habe ich nur 320 g Gewicht. Ein paar Kompromisse muss ich halt eingehen. Auch kann ich den Schlafsack in den Hütten nutzen ohne gleich vor Hitze zu zerfließen. Sobald ich die beiden Ausrüstungsteile habe, werde ich sie ausprobieren und hier etwas darüber schreiben.

3 Kommentare

  1. “Die Schlafsäcke, die bis auf etwa 0 Grad herunter isolieren, sind einfach zu schwer.” – Das verstehe ich nicht. In Summe kommst Du doch so (Bivy+Schlafsack) auch auf knapp 900g? Mein Daunenschlafsack wiegt knapp 1kg und hat die Werte 3°C/-2°C/-18°C

    Aber die Flexibiltät mit der Hütte finde ich in Deiner Variante sehr praktisch und ist tatsächlich etwas das mir fehlt.

    1. Hallo Thorsten,

      am BivyBag komme ich nicht vorbei, da ich kein Zelt gegen Regen etc. dabei habe. Deshalb finde ich die 900 g für Schlafsack und BivyBag OK. Hätte ich ein Zelt dabei, bin ich sofort bei Deinem Standpunkt.

      Viele Grüße,

      Frank

  2. Hallo Frank, ich habe bisher auch einen Poncho als Bivy benutzt, bei mir war es allerdings der holländische Armeeponcho. Die Sache hat aber leider einen Nachteil, durch Kondnswasser ist der Schlafsack immer leicht leicht feucht. Ich hab mir jetzt einen Spezialponcho aus einem Truppenversuch bei ebay bestellt. Das Ding ist 2,70 meter lang und aus gore tex. Probleme mit schwitzwasser dürften so nicht mehr auftreten. Allerdings wiegt er auch mehr. Viele Grüße Ansgar

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