Von Belluno nach Revine

Um kurz nach 8 heute Abend bin ich angekommen. Ich hatte mich verlaufen. Die Tour ging über die Voralpen und sollte 25 km lang sein und 750 Hm hoch, sowie 850 Hm runter aufweisen. Ich habe daraus 38 km und 1.350 Hm hoch, sowie 1.450 Hm runter gemacht. Dafür brauchte ich knapp 11 h. Wie kam es? Kurz hinter Belluno fingen die netten München-Venedig Hinweisschilder wieder an. Es gibt die Hauptroute über das Joch direkt nach Revine und eine Variante mit einer weiteren Hüttenübernachtung auf 1.700 m. Die Hütte ist umgeben von vielen Antennen und einem imposanten Antennenanlagen. Sie erinnert eher an eine Militärbasis als an ein alpines Refugio. Die Aussicht soll nett sein, das war’s auch schon. Jedenfalls hatte ich mich für die Jochvariante – den Hauptweg – entschieden. Nach den ersten Hinweisschildern trennten sich die Wege, des eine Schild war mit dem Namen des Refugios ausgewiesen und in eine andere Richtung zeigte das übliche München-Venedig Schild. Habe sofort daraus geschlossen, dass dies den Hauptweg anzeigt.Großer Fehler. Meine itienische Karte von diesem Gebiet ist furchtbar: viele Hütten sind nicht eingezeichnet, Jochs sind nur sporadisch benamt. Die Orientierung ist mit diesen Karten gräßlich. So habe ich erst viel zu spät gemerkt, dass ich nach den Schildern in Richtung Antennen-Übernachtungsvariante schritt. Später habe ich auf einem Erlärungschild am Wegrand einen brauchbaren Kartenausschnitt gefunden, den ich abfotografiert und genutzt habe. Warum sind die Kaufkarten nicht auch so? Erst auf 1.050 m ist mir dies klar geworden. Da ich das nicht wollte und in Revine schon ein Hotelzimmer reserviert hatte, entschied ich mich quer zum Joch, obwohl es nicht in meiner Karte eingezeichnet war, zu gehen. So habe ich 500 Hm und 13 km verloren. Die Wege waren trotzdem schön, lagen oft im Schatten von Wäldern. Hier und da huschten Eidechsen weg oder eine seltsame kleine Vogelart lief ins Unterholz anstelle wegzufliegen (insgesamt 4 Mal beobachtet), graue Eichhörnchen versuchen sich zu verstecken und machen einen Mordslärm. Seltsam ist tatsächlich die Aussicht. Führt der Blick nach Norden, so sieht man den mächtigen Gebirgszug mit der Schiara, schaut man nach Süden gibt es nur noch ein paar Hügelchen, danach nur noch Ebene soweit das Auge reicht. Das ist topologisch gesehen das Schleswig-Holstein Italiens;-) Heute war dann die letzte bergähnliche Tour mit vielen Hm. Morgen soll es 320 m hoch und 510 m runter gehen. Ich werde berichten… Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet

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