Zur Carestiatohütte

Heute ging es weiter nach Süden auf dem Dolomitenhöhenweg 1 zur Carestiatohütte. Die Civetta Wand gegenüber der Tissi Hütte war schon beeindruckend. Ihre Dimension konnte ich so richtig erahnen, als ein Rettungshubschrauber eine dreiköpfige Seilschaft aus der Wand holte. Die Seilschaft befand sich knapp über der Hälfte der Wand. Der Hubschrauber hob etwa 80 m vor der Hütte ab und flog auf die Wand zu. Er hatte auf Ober- und Unterseite jeweils ein rotes Blinklicht. Er flog – perspektivisch – direkt vor der Wand und stieg auf. Nur mit großer Konzentration konnte ich die Blinklichter sehen. Soweit war der Hubschrauber entfernt. Er drehte sich dann seitlich und man konnte erahnen, dass eine Person unter ihm hing. Andere Wanderer mit Ferngläsern berichteten, dass ein Rettungshelfer abgeseilt wurde und dann zu zweit wieder über eine Winde an Bord gezogen wurden. Der Hubschrauber landete und die gerettete Person stieg aus. Dieses Mannöver wurde dreimal wiederholt bis die gesamte Seilschaft geborgen wurde. Wie später zu erfahren war, war die Seilschaft lediglich zu erschöpft, es gab Gottseidank keinen Unfall. Diese Szenerie zeigte die Gewaltigkeit dieser Wand. Die Wanderung heute verlief als Kontrast unspektakulär. Es war eineführt schöne Tour, die von oberhalb der Baumgrenze durch Wälder führte. Sie hatte teilweise lange Aufstiege, war aber gut zu gehen. Die Hütte liegt selbst in einem Wald. Ganz ungewohnt für mich: hier zirpen die Grashüpfer. Ein Anzeichen, das ich nun spürbar unter 2000 m schlafe. Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *